„Eine windige Geschichte“ hat sich am Samstagabend in der Turn- und Festhalle in Vorbachzimmern zugetragen. Genauer gesagt wurde diese Geschichte den zahlreich erschienenen und begeisterten Zuschauern von den Laienschauspielern um die Spielleiter Bernd Schuch und Stefan Thorwarth vorgespielt.
Dabei waren die witterungsbedingten Voraussetzungen gar nicht so gut. Glatteis und strenger Frost waren für den Abend vorhergesagt. Aber das schien niemanden abgeschreckt zu haben. Der immer wieder einsetzende Szenenapplaus, die vielen Lachsalven, die durch die Halle brandeten, und auch die Aussagen von Zuschauern nach dem Schlussvorhang legen den Schluss nahe, dass sie ihr Kommen auch keinesfalls bereut hatten.
Aber nun zu den Vorgängen auf der Bühne, die diese Emotionen ausgelöst hatten. Die drehten sich unter anderem um den Immobilienmakler Markus Hartmann und seine leichtgläubige Ehefrau Bine samt dem gemeinsamen Baby, die ins scheinbar so beschauliche Vorbachzimmern gezogen sind, damit das Töchterchen wohlbehütet aufwachsen kann. Mit den Nachbarn Lisa und Ludwig Schaffer, sie Ökoaktivistin und er Naturkundler, scheinen sie es gut getroffen zu haben.
Aber da gibt es auch noch den undurchsichtigen Dr. Klaus Klinkstier, dem üble Machenschaften nachgesagt werden. Thekla Runzel, die nicht nur ihm diese Geschichten nachsagt, sondern es auch mit der Wahrheit insgesamt nicht so ganz genau nimmt, vervollständigt die Nachbarschaft.
Nun soll, ebenfalls in unmittelbarer Nachbarschaft ein Windpark entstehen. Da wird das mit der ersehnten Energiewende komplizierter und damit sollten alle an einem Strang ziehen, könnte man zumindest meinen. Und anfangs sieht es auch so aus. Aber dann kommt die Projektmanagerin Ramona Geier ins Spiel, die mit ihren besonderen Argumenten manchen guten Vorsatz ins Wanken bringt.
Es ist im Stück wie im richtigen Leben: Nicht alles ist so, wie es den Anschein hat. Und so geht es zur Belustigung der Zuschauer hin und her, bis es sich am Ende doch nochmal anders entwickelt, wie es zu erwarten war. Und der böse Nachbar frisst dann doch keine kleinen Kinder.
Die Spielleiter Bernd Schuch und Stefan Thorwarth haben in diesem Jahr auf bewährte Kräfte gesetzt, auch wenn man die nicht alle auf Anhieb wiedererkennt. Die Maske hat hier einmal mehr in die Vollen gegriffen und mit Perücken, Schminke und weiteren Mitteln der Kunst teils ganz neue Persönlichkeiten geschaffen. Insbesondere Jenny Thorwarth als Thekla Runzel wurde sogar von der eigenen Verwandtschaft erst auf den zweiten Blick erkannt. Aber auch Rebecca Striffler als Lisa Schaffer und Lea Silberzahn als Bine Hartmann haben eine deutliche Typveränderung erfahren. Nicht ganz so krass fällt das bei Markus Thorwarth als Ludwig Schaffer und Florian Schmidt als Markus Hartmann aus. Stefan Thorwarth alias Dr. Klaus Klinkstier konnte schon aufgrund der obigen Charakterbeschreibung nicht ohne neuen Look bleiben. Amelie Jesse, als Ramona Geier, die siebte im Bunde, wurde, salopp ausgedrückt „hübsch zurechtgemacht“.
Die ersten beiden Vorstellungen sind am Wochenende erfolgreich über die Bühne gegangen. Vier weitere folgen an den nächsten beiden Wochenenden. Für die beiden Freitagsveranstaltungen am 16. und 23. Januar gibt es noch Karten, während die Samstagabende schon ausgebucht sind. Bei der aktuellen Grippewelle kann es aber auch sein, dass man kurzfristig nachrücken kann. Karten können unter 0178 1146550 immer montags und mittwochs von 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr reserviert werden. An den Veranstaltungstagen ist die Tickethotline ganztägig bis vor Veranstaltungsbeginn besetzt.