Das Jahr 2025 war für den TSV Vorbachzímmern auf den ersten Blick ein unspektakuläres Jahr. Aber einige Kleinigkeiten haben dennoch für besondere Momente gesorgt. Da waren zum einen die verregneten und infolge dessen umgestalteten Vereinsmeisterschaften, die erstmals ausgetragenen Ringtennis-Vereinsmeisterschaften und nicht zuletzt das Jubiläum „25 Jahre Vereinsheim“. Einige Ehrungen, darunter eine für außergewöhnlich lange Übungsleitertätigkeit waren ebenfalls bemerkenswert.
Bei der 61. ordentlichen Hauptversammlung wurde zurück und auch voraus geblickt. Auch die Vorsitzenden anderer, örtlicher Vereine waren gekommen, was vom guten Miteinander zeugt.
Zu Beginn lies der erste Vorsitzende Steffen Reißenweber das vergangene Vereinsjahr Revue passieren. Neben diversen Wettkämpfen, über die später der sportliche Leiter ausführlicher berichtete, waren Veranstaltungen wie das Maibaumfest der Jugendabteilung, die Himmelfahrtswanderung, die Jahresfeier sowie die Theaterveranstaltungen, die gemeinsam mit dem Gesangverein rund um die Theatertruppe von Bernd Schuch organisiert wurden und die närrische Turnstunde. Der jährliche Ehrungsabend wird inzwischen zusammen mit dem Pendant in Markelsheim auf Verbandsebene als Beispielhaft hervorgehoben.
Ein besonderes Highlight war das 25-jährige Jubiläum des TSV-Vereinsheims. Das wurde im vergangenen Sommer mit einem Cocktail-Abend im und vor dem Vereinsheim sowie Tags drauf mit einem Weißwurstfrühstück samt anschließenden TSV-Café gefeiert.
Das Ereignis schlechthin für die jungen Mitglieder war das TSV-Zeltlager. Das Orga-Team um Kai Hemmersbach hatte sich wieder einmal selbst übertroffen. Neben kulinarischen Schmankerln wie den Pizzen von Enzo aus dem Holzbachofen waren es vor allem die Besuche bei und von den verschiedenen Blaulichtorganisationen. Das DRK und die Feuerwehr kamen auf den Zeltplatz und boten spannende Einblicke in ihre Arbeit. Zur Polizei ging es nach Bad Mergentheim, wo anschließen auch noch die Eisdiele besetzt wurde.
Im November war schließlich auch noch der Turngau mit seinem Hohenloher Turntag, das ist die Vollversammlung aller Turnvereine aus den Landkreisen Schwäbisch Hall, Hohenlohe und dem Altkreis Mergentheim und einem Lehrgang in Vorbachzimmern zu Gast.
Anfang Februar war zudem ein kleines Jubiläum zu feiern – die 20. Skiausfahrt nach Ehrwald in Tirol, die traditionell vom zweiten Vorsitzenden Rainer Striffler organisiert wird. Es war also doch wieder allerhand los beim TSV.
Die Sportgeräte in der Halle in Vorbachzimmern werden anders, als in anderen Sporthallen, nicht von der Stadt angeschafft, sondern vom TSV, dem sie damit auch gehören. Der Kindergarten, mit dem eine langjährige, erfolgreiche und dem Bekunden nach aktuell auch sehr angenehme Kooperation besteht, darf diese mitbenutzen. Deshalb werden die Geräte auch im Auftrag der Stadt geprüft. Einige, wie zu Beispiel Weichbodenmatten und Kästen waren zuletzt moniert worden. Deshalb nahm der TSV im vergangenen Jahr, wie eigentlich jedes Jahr, einige Tausend Euro in die Hand um Ersatz zu beschaffen. Da der Verein ordentlich gewirtschaftet hatte, war das auch kein Problem, wie Kassiererin Sabine Frank berichten konnte. Und sie hatte auch die aktuelle Mitgliederzahl bei der Hand. Auf stattliche 421 Mitglieder ist der Verein inzwischen angewachsen. Das sind fast so viele, wie Vorbachzimmern Einwohner hat, wobei das Einzuggebiet weit über die Ortsgrenze hinaus reicht.
Die Schriftführerin Laura Veit berichtete über die Versammlungen und Sitzungen das letzten Jahres und die Kassenprüfer hatten keine Unregelmäßigkeiten bei den Finanzen gefunden. Und so stand der Bericht des Sportlichen Leiters Rainer Schuch an.
Der erinnerte an die Hallenmannschaftswettbewerbe mit rund 260 Kindern, die der TSV in der Halle in Niederstetten für den Turnkreis ausgerichtet und zahlreiche kleine Sportler am Start hatte. Von Teilnahmen am Kreiskinderturnfest, wiederum mit Sportlern und Kampfrichtern, dem Hohenloher Jugendturnfest sowie an weiteren Wettkämpfen und Laufveranstaltungen konnte er zudem berichten. Das sportliche Glanzlicht für die Erwachsenen war das Deutsche Turnfest in Leipzig, zu dem der TSV eine sechzehnköpfige Delegation entsandt hatte. Etliche erste, zweite und dritte Plätze sowie einen undankbaren aber trotzdem hoch respektablen vierten Platz konnte das Team für den TSV an den Vorbach mit nach Hause bringen. Außerdem standen diverse Workshops und natürlich die Stadiongala auf dem Programm.
Über die verregneten und deshalb kurzfristig in die Halle verlegten Vereinsmeisterschaften samt logistischer Meisterleistung der Verpflegungsmannschaft und erstmals ausgetragenen Ringtennis-Vereinsmeisterschaften wurde ebenfalls in den FN bereits berichtet. Beim Herbstfestlauf in Niederstetten waren 39 Teilnehmer des TSV am Start. Außerdem wurden insgesamt 53 Sportabzeichen und Mini-Sportabzeichen abgelegt.
Insgesamt zeigten sich Vereinsführung und sportliche Leitung ganz zufrieden, wenngleich im Erwachsenenbereich bei den aktiven Teilnehmern und im Kinder- und Jugendbereich bei den Übungsleitern noch ein bisschen Luft nach oben sei.
Der Dank des sportlichen Leiters galt seinen Übungsleitern sowie Platz und Gerätewart. Und er machte Werbung für Fortbildungen, die von den Verbänden angeboten werden.
Als Highlight im aktuellen Vereinsjahr hob er das Landesturnfest in Konstanz hervor, zu dem der TSV wieder einen fünfzehnköpfige Delegation entsenden werde.
Über die Aktivitäten der Jugendabteilung berichtete deren Vorsitzender Robin Schuch. Der Mitgliederstand hier ist inzwischen auf 136 angewachsen. Neue, junge Mitglieder wurden gut integriert. Die Jugendabteilung hat dieses Jahr Großes vor. Sie feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Am 11. April findet die Feier für alle statt. Da kommt die Partyband Hally Gally in die Halle nach Vorbachzimmern. Wer Lust und Zeit hat, könne gerne kommen und mitfeiern. Im Sommer ist dann eine interne Feier für aktive, passive und ehemalige Mitglieder geplant.
Aber auch das „übliche“ Programm der Abteilung kann sich sehen lassen. Im letzten Jahr bestand das unter anderem aus dem großen Maibaumfest, einer Oldies-Party, den ersten Platz beim Pokalturnier in Rinderfeld, der Mitgestaltung des Kinderferienprogramms der Stadt, der Teilnahme am Jedermannschießen des TV Niederstetten und am Faschingsumzug in Laudenbach, einem Besuch auf dem Canstatter Wasen und der Weihnachtsfeier im „Club“. Zudem wurden im Rahmen eines Projekts die Halterungen für die Ortseingangstafeln saniert und auch eine neuen Website des Jugendclubs gibt es.
Ortsvorsteher Gerhard Hauf übernahm die Entlastung, die auch einstimmig erteilt wurde. In seinem Grußwort dankte er dem TSV für die unschätzbar wertvolle, ehrenamtliche Arbeit und lobte die Investitionen in neue Sportgeräte.
Das Vereinsheim sei eine wertvolle infrastrukturelle Institution im Ort. Er erinnerte auch an den massiven Gegenwind, den es vor 25 Jahren gab und der die damaligen Initiatoren nicht aufhalten konnte.
Ein Lob gab es auch für die Kooperation mit dem Kindergarten und einen Dank für die Müllsammelaktion, die die TSV-Kinder und etliche Betreuer jährlich zusammen mit der Dorfputzaktion der Ortschaftsverwaltung durchführen.
Auch Wahlen standen an. Der erste Vorsitzende Steffen Reißenweber wurde ebenso einstimmig in seinem Amt bestätigt, wie die stellvertretenden Vorsitzenden Hanne Reißenweber, Joachim Waldmann und Jennifer Mangold-Mohr. Pressewart bleibt Friedrich Thorwarth. Der Job des Sportlichen Leiters war lange Zeit auf zwei Personen verteilt. In den letzten Jahren hat Rainer Schuch das alleine gemacht, weil sich für die zweite Stelle niemand fand. Dieses Jahr nun wurde Rainer Schuch in seinem Amt bestätigt, und Andreas Ullrich hat sich spontan als zweiter Sportlicher Leiter zur Verfügung gestellt.
Die Veranstaltungen werden auch weiterhin von Jennifer und Hansgeorg Haffelt bewirtschaftet, sprich, die beiden sind für die Verpflegung verantwortlich. Auch hier wäre noch Platz für weitere Akteure.
Als Beisitzer, teils mit Sonderaufgaben wurden Michael Koch, Jörg Reißenweber und Benjamin Preuninger bestätigt. Die Kassen prüft weiterhin unter anderem Bernd Kretzschmar.
Auch die Führung der Jugendabteilung galt es zu bestätigen. Der „Club“ hatte in seiner Hauptversammlung am 08.03.26 Robin Schuch als Vorsitzenden, Jan-Nicklas Popp als zweiten Vorsitzenden, David Waldmann als Kassierer und Lena Schuch als Schriftführerin gewählt. Die Wahlen wurden durch die Hauptversammlung des Hauptvereins bestätigt.
Anschließend wurde über Satzungsänderungen entschieden. Die für Rechtsfragen zuständige, stellvertretende Vorsitzende Jennifer Mangold-Mohr stellte die Änderungen vor. Einiges musste an die aktuelle Rechtsprechung angepasst werden. Auch redaktionelle Änderungen waren enthalten. Die Versammlung beschloss auch diese Änderungen einstimmig.
Beim letzten Ehrungsabend konnten einige Urkunden nicht übergeben werden. Die Hauptversammlung bot sich als würdiger Rahmen an, um dies nachzuholen. Laura Veit wurde für ihre Tätigkeit als Schriftführerin mit der bronzenen Ehrennadel des Schwäbischen Turnerbundes ausgezeichnet.
Olga Rabe ist schon viele Jahre als Übungsleiterin im Aerobic tätig. Sie erhielt als Anerkennung die Bronzene Ehrennadel des Deutschen Turnerbundes.
Eine ganz besondere Ehrung wurde Bernd Schuch zuteil. Er ist seit über vierzig Jahren als Übungsleiter im Schülerturnen aktiv und hat damit schon Generationen an Jungs zu sportlichen Aktivitäten motiviert und geprägt. Vierzig Jahre zuverlässig da sein, ein Vorbild sein, und damit Generationen prägen, das ist eine bemerkenswerte Leistung. Aber damit nicht genug. Auch eine Urkunde für die 50-jährige, treue Mitgliedschaft im TSV Vorbachzimmern durfte er entgegen nehmen.
Beim abschließenden Ausblick des ersten Vorsitzenden Steffen Reißenweber auf das neue Vereinsjahr waren erneut Investitionen das große Thema. Am Dach des Vereinsheims muss Hand angelegt werden. Auch auf dem Sportplatz, beim Vereinszelt und beim Sportgelände sollte Geld in die Hand genommen werden. Da muss man sehen, was die personellen Ressourcen zulassen.